Dieses Mal ist der zynische Radiomoderator Jack (Jeff Bridges) zu weit gegangen: Arrogant und selbstgefällig schleudert er wie üblich seine Haßtiraden gegen Yuppies über den Äther. Doch heute nimmt ein Hörer sie ernst und richtet in einem Restaurant ein Blutbad an. Jack hängt seine Karriere an den Nagel und sucht Trost im Alkohol. Drei Jahre später rettet ihm der Penner Parry (wunderbar: «Birdcage»-Star Robin Williams) das Leben. Der verrückte Sonderling ist auf der Suche nach dem heiligen Gral und auf der Flucht vor einem feuerspeienden «roten Ritter». Allen inneren Widerständen zum Trotz wird Jack zusehends in den Bann des kauzigen Stadtstreichers gezogen. Dann erfährt er eines Tages, welch furchtbares Erlebnis den Ex-Geschichtsprofessor Parry aus der Bahn geworfen hat: Seine geliebte Frau ist bei dem Amoklauf ums Leben gekommen, den Jack durch seine sarkastischen Sprüche provozierte. Fortan gesellt sich Jack an die Seite des Gestrandeten, um ihn ins Leben zurückzuholen? Ex-Monty-Python-Mitglied Terry Gilliam ist eine wunderbare Fabel mit Tiefsinn, absurdem, warmherzigem Humor und visionären Bildern gelungen ganz in der Tradition seiner Meisterwerke «Time Bandits» und «Brazil». Amanda Plummer («Pulp Fiction») gibt hier als schüchterne Büromaus Lydia die Performance ihres Lebens.
Filmzitateraten
Moderator: Nelle
Zitat von cinema.de
nemo mortalium omnibus horis sapit
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Ich hätte es selbst nicht mehr zusammen bekommen, also zitiere ich mal:

Der Film interpretiert sich auch selbst. Im Central Park, als er sich nackt an den Sternen berauschen will, erzählt Parry Jack die Geschichte vom Fischerkönig: Ein Prinz sieht in einer Vision den Gral, von Feuer umgeben. Eine Stimme sagt ihm: "Du wirst der Hüter des Grals sein, und er heilt die Herzen der Menschen". Im Gefühl seiner Macht greift er nach ihm, aber der Gral verschwindet, und der Junge verbrennt sich die Hände. Als er König geworden war, verlor das Leben für ihn seinen Sinn. Er konnte an niemanden glauben, nicht einmal an sich selbst, er konnte weder lieben noch Liebe empfinden. Die Einsicht in seine Unfähigkeit machte ihn krank, und er begann zu sterben. Ein Tor, der den König nicht erkannte, aber sah, daß er durstig war, gab ihm aus einem einfachen Becher Wasser zu trinken, und der König war geheilt, denn er hielt den Gral in Händen. Der König fragte den Toren, wie er den Gral finden konnte, den er selbst so lange vergebens gesucht hatte. "Ich weiß es nicht, ich wußte nur, daß du durstig warst", antwortete der Tor.
Der "film-dienst" schreibt in Nr. 21/1991, Seite 29, "König der Fischer" zähle "...mit Sicherheit zu den wichtigsten Hollywood-Produktionen des Jahres". Das dürfte stimmen.
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[center]~ Buffy: "Are you ready to be strong?" ~
"Chosen"[/center]
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